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Der Verein BOH e.V.

 

Bildung und Ausbildung sind wesentliche Voraussetzungen, um Chancenungleichheit, Verarmung und Ausgrenzung zu bekämpfen – in Hassel ebenso wie in anderen Regionen. Durch bürgerschaftliches Engagement ist daher eine Bildungsoffensive entstanden, die in diesem Stadtteil gestaltend mitwirken will. Bildung und Ausbildung sind immer eingebettet in ein Netz von wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und religiösen Strukturen:

 

Hassel befindet sich in einem Umstrukturierungsprozess, der, ausgehend von den Umbrüchen in der Erwerbsarbeit, die übrigen Lebensbereiche Wohnen, Freizeit und die gesamte Infrastruktur erfasst. Kokerei und Kraftwerk haben bereits geschlossen, die Zeche wird 2010 schließen. In GE-Hassel treffen niedrigster Bildungsstatus, niedriger „sozialer Rang“ (gemäß der Sozialraumanalyse von Prof. Dr. Strohmeyer) hoher Bevölkerungsanteil von Kindern und Jugendlichen und höchster Anteil von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zusammen und bedingen sich gegenseitig. Diese Problematik wird noch dadurch verschärft, dass in immer stärkerem Maße Ausbildungsplätze gestrichen werden, die Finanzierung grundlegender Bildungs- und Sozialeinrichtungen gefährdet ist und die Kinder und Jugendlichen ebenso wie die in der Bildungsarbeit tätigen Personen (Eltern, Erzieher/innen, Lehrer/innen usw.) eine sie bedrückende Perspektive empfinden.
Deshalb soll versucht werden, durch gemeinsame Anstrengungen möglichst vieler mit den örtlichen Gegebenheiten vertrauter Personen und Einrichtungen zu einer spürbaren Wende beizutragen.

 

Wertebasis und ihre rechtliche Verankerung

 

Der Verein „Bildungsoffensive Hassel e.V.“ bezieht sich mit seinem Engagement ausdrücklich auf die Agenda 21 zur Realisierung nachhaltiger Entwicklung und das Menschenrecht auf Bildung. Dieses ist eines der grundlegendsten Menschenrechte und international, national sowie regional rechtlich verankert. Für Kinder und Jugendliche wird das Recht auf Bildung international insbesondere in der UN- Kinderrechtskonvention ausgeführt. Sie besagt, dass die Bildung des Kindes darauf gerichtet sein muss,

  • „die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen und körperlichen Fähigkeiten des Kindes voll zur Entfaltung zu bringen

  • dem Kind Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten und den in der Charta der Vereinten Nationen verankerten Grundsätzen zu vermitteln; 

  • dem Kind Achtung vor seinen Eltern, seiner kulturellen Identität, seiner Sprache und seinen kulturellen Werten, den nationalen Werten des Landes , in dem es lebt und gegebenenfalls des Landes aus dem es stammt, sowie vor anderen Kulturen als der eigenen zu vermitteln,

  • das Kind auf ein verantwortungsbewusstes Leben in einer freien Gesellschaft im Geist der Verständigung , des Friedens, der Toleranz, der Gleichberechtigung der Geschlechter und der Freundschaft zwischen allen Völkern und ethnischen, nationalen und religiösen Gruppen sowie zu Ureinwohnern vorzubereiten

  • und dem Kind Achtung vor der natürlichen Umwelt zu vermitteln.“ (s. Art. 29, Abs. 1)

Dieses Recht bezieht sich auf die „definierten“ Mitglieder unserer Gemeinschaft als auch auf die Minderheiten (nationale, ethnische, religiöse, sprachliche), unabhängig davon ob sie Mitglieder mit voller Staatsbürgerschaft oder Minderheiten mit eingeschränkten Bürgerrechten sind . Das Recht auf Bildung wird in den folgenden vier Teilaspekten realisiert:

  • Recht auf freien und gleichen Zugang 

  • Recht zur freien Entfaltung der Persönlichkeit

  • Partizipationsrecht

  • Minimumrecht: d.h. das Recht auf Vermittlung der für eine menschenwürdige Existenz in der modernen Gesellschaft unabdingbaren Kenntnisse und Fähigkeiten

(Internationale Standards zur Realisierung des Menschenrechts auf Bildung aus „Internationale Übereinkommen zum Recht auf Bildung und zur Freiheit der Erziehung (erweiterte Neuauflage 1995) von Alfred Fernandes und Siegfried Jenker (Hrsg.) )

 

Allgemeine Grundsätze:

 

Folgende Grundsätze der Kinder u. Jugendförderung liegen dem Engagement des Vereins Bildungsoffensive Hassel e.V. zu Grunde:

  • Das Erkennen und Berücksichtigen der jeweils besonderen Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen in benachteiligten Lebenswelten und von jungen Menschen mit Migrationshintergrund (vgl. LAG-NRW zum KJHG § 3)

  • Der Abbau geschlechtsspezifischer Benachteiligungen und Rollenzuschreibungen durch die gleichberechtigte Teilhabe und Ansprache von Jungen und Mädchen und geschlechterdifferenzierte Kinder- und Jugendbildung (Gender Mainstreaming). (vgl. LAG-NRW zum KJHG § 4)

  • Die Förderung Interkultureller Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen, die Selbstvergewisserung über die eigene kulturelle Identität sowie die Akzeptanz anderer Kulturen und die Befähigung zu gegenseitiger Achtung (vgl. LAG-NRW zum KJHG § 5 u. 10)

  • Die ihrem Entwicklungsstand entsprechende Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an ihre Interessen berührende Planungen, Entscheidungen und Maßnahmen (vgl. LAG-NRW zum KJHG § 6)

  • Das Zusammenwirken der Schulen, Religionsgemeinschaften und Träger der freien und öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe im Stadtteil (vgl. LAG-NRW zum KJHG § 7 u.a.)

Ziele des Vereins „Bildungsoffensive Hassel e.V.“ sind

  • der Aufbau eines stadtteilweiten Netzwerkes zur Förderung der Bildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

  • die Zusammenarbeit der politisch Verantwortlichen, der ansässigen Wirtschaftsbetriebe, sowie engagierter Bürgerinnen und Bürgern neben den freien und öffentlichen Trägern der formellen und informellen Kinder- und Jugendbildung im Stadtteil

  • die Erweiterung, größere Transparenz und bessere Erreichbarkeit der einzelnen Angebote, um eine möglichst große Teilhabe und Durchlässigkeit auf der Basis eines lokalen Bildungsnetzwerkes zu erreichen.

  • die Entwicklung und Umsetzung einer integrierten Bildungsstrategie zur Verbesserung der Teilhabechancen und sozialen Lagen von Kindern und Jugendlichen in Hassel.


PDF > Organigramm des Vereins BOH e.V.


 

 

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